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Thema: Justierung Mettler P-Serie ab 1964 (Leuchtbild-Balkenwaage)

  1. #1
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    Justierung Mettler P-Serie ab 1964 (Leuchtbild-Balkenwaage)

    Hallo,

    hat jemand Erfahrung mit der Justierung? Ich habe dazu zwei Fragen:

    1.) Sollte man beim Dosieren der Bleimasse in der Korrekturkammer der Tariertopfes so vorgehen, daß die Anzeige genau dann Null zeigt, wenn die Tarierkurbel voll am Anschlag ist und der Feingang mittig steht? So kommt es mir zumindest am sinnvollsten vor, es führte jedoch bisweilen zu ganz erstaunlich großen Änderungs-Notwendigkeiten in der Bleimasse (habe bei einer Waage eine Kreisringscheibe Blei à 95g rausnehmen müssen).

    2.) Mettler schreibt in der Justieranleitung nur von Prüfgewichten, die zugleich der Waagenhöchstlast entsprechen (z.B. 3000g-Gewicht für Mettler P3). Verändere ich die Waage nun mittels Verstellen des Justier-Gegengewichts derart, daß sie bei korrektem Nullpunkt exakt den Wert des Prüfgewichts zeigt, so unterstelle ich dem gesamten Wägebereich eine strenge Linearität, die bei Prüfungen mit kleineren Gewichten natürlich nicht bis aufs Zehntelgramm wiedergefunden wird. Ist das dennoch so ok und gewollt? Ändere ich die Linaritäts-Eigenschaften der Waage womöglich ungewollt durch Veränderung der Bleimasse gemäß Frage 1.)?

    Vielen Dank für Tips.

    Gruß
    FS

  2. #2
    Administrator Avatar von admin
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    Zu 1: Würde ich auch sagen und habe dies auch so weit ich noch weis auch frühe so durchgeführt.

    zu 2: Die Linearität der Waage wird nicht dadurch verändert, indem man Blei aus der Korrekturkammer entnimmt oder hinzu fügt. Dieses Blei gleicht nur die Todlast (Nullkorrektur) aus.

  3. #3
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    Bist Du denn der Meinung, daß eine Mettler P3, die bei 3000 g Sollgewicht auch 3000 g Istgewicht zeigt, z.B. bei 500 g und bei 1500 g jeweils 0,2 bis 0,4 g abweichen darf? Ich vermute, das ist so ok, oder?

  4. #4
    Administrator Avatar von admin
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    Hängt natürlich von dem Verwendungszweck, dem erlauben Fehler (e Wert der Waage ) und oder die Waage nur zum privaten Zweck bzw die Waage geeicht werden soll.
    Wie hoch ist den der e Wert der Waage ?
    Müsste auf der Waage zu sehen sein.

  5. #5
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    Einen e-Wert finde ich auf der Waage nicht (auch nicht auf dem Typenschild), die offiziellen Beschriftungen lauten "Höchstlast 3000g, 1 Teilabschnitt = 1g" (Skalenbeschriftung). Unterstellt man e = d, so wäre sie ja mit max. 0,4 geschätzen Gramm Abweichung mehr als ok.

    Meine Frage, ob 0,2 - 0,4 g ok seien, bezog sich mehr auf Deine Einschätzung und Erfahrung als Fachmann, weniger auf offizielle Eichvorschriften, da die Waage nicht im eichpflichtigen Verkehr betrieben wird.

    Mettler schreibt in der alten Bedienungsanleitung, 0,1 g Abweichung seien bei Höchstlast erlaubt, im Prospekt ist allerdings von einer Ablesbarkeit von 0,2 g die Rede.

    Siehe pdf!

    Gruß
    FS
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  6. #6
    Administrator Avatar von admin
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    Ich sehe jetzt persönlich, bei den Abweichungen der Waage, keine Probleme für die Verwendung.

  7. #7
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    Hallo admin,

    was hältst Du von folgendem Phänomen?

    Mettler P-10* zeigt von 0-7 kg jeweils durchgängig 1-2 g zu wenig an, ab 8 kg dann durchgängig 1-2 g zuviel. Ich krieg es nicht wegjustiert. Woran kann es liegen?

    Gruß
    FS

    *Bj. 69, Höchstlast 10.000 g, 1 d = 10 g, Ablesehilfe: 1 d = 1 g

  8. #8
    Administrator Avatar von admin
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    38 Jahre ist schon ein gutes alter für eine Waage.
    Kann natürlich auch an den Lager der Waage liegen. So könnte Verschmutzung ein Grund der Abweichung sein. Aber auch das die Schneide einen Grad bzw die Schneide sich schon in die Pfanne der Waage eingegraben hat.
    Da hilft nur die Waage zu zerlegen und die Lagerung der Waage zu richten.
    Abgesehen sind die Abweichungen nicht gerade als dramatisch anzusehen.

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